Adventkalender
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Es heißt Adventkalender!

Die deutsche Sprache ist schwer, doch dass schon beim Adventkalender die Schreibweisen unklar sind, verwundert doch ein wenig. Heißt es nun also “Adventkalender” oder “Adventskalender” mit einem Fugen-s?

Das Problem beim Fugen-s ist, dass es keine Regeln gibt. Der Duden erklärt das Fugen-s zwar und beschreibt unzählige Beispiele, aber dennoch bleibt die Nutzung des Fugen-s in einigen Fällen unklar. Im Allgemeinen haben Bestimmungswörter die auf -tum, -ing, -heit, -schaft, -ung, -ion, -tät, -at und -um enden das Fugen-s. Das Fugen-s steht auch bei Zusammensetzungen, deren erster Bestandteil auf ein -en endet und ein substantivierter Infinitiv ist. Ist man sich also unsicher, sollte man in den Duden sehen.

Der Duden spricht ein Machtwort

Im Falle des Adventkalenders spricht der Duden ein eindeutiges Machtwort. Der Adventkalender heißt Adventkalender und wird genauso geschrieben.

Befragt man den Duden nach dem Wort “Advent”, so wird hier erläutert, dass ein Fugen-s erlaubt sei. Allerdings wird die Benutzung eines Fugen-s oft in Zusammenhang mit der deutschen Sprache in Deutschland gebracht, in Österreich lässt man das Fugen-s meistens weg. Auf österreichisch heißt es also Adventzeit, Adventgemeinde, Adventfeier und Adventkalender. Die Deutschen hingegen nutzen bei diesen Wörtern fast immer ein Fugen-s. Das klingt dann so: Adventszeit, Adventsgemeinde, Adventsfeier und Adventskalender. 

Wie dem auch sei, im Falle des Adventkalenders ist es im Duden definiert und damit unumstritten als richtig zu werten. Adventkalender heißt Adventkalender, so wie das Christkind kein Weihnachtsmann ist.

Quellennachweise: duden.de

Andrew Grimes

Andrew Grimes wurde in den siebziger Jahren in der Bundeshauptstadt Wien geboren. Schon in seiner Jugendzeit lauschte er gerne alten Musikstücken, interessierte sich für geschichtliche Ereignisse und erfreute sich am historischen automobilen Rennsport. Etwa 2015 begann sich seine Leidenschaft auch auf seine Lebensweise auszuwirken. Langsam änderten sich Interessen sowie Kleidungsstil, auch besuchte Andrew Grimes immer häufiger einschlägige Veranstaltungen der sogenannten Vintage-Szene.

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