Mit kurzem Rock, Strumpfband und lockigem Bob verkörpert Betty Boop das Flapper-Girl der wilden Zwanziger Jahre. Eine sexy Cartoon-Figur der “Fleischer Studios”, die nach der Insolvenz dieser von “Paramount Studios” übernommen wurde. Der erste Zeichentrickfilm “Dizzy Dishes” flimmerte 1930 über die Kinoleinwände, später folgte sogar eine ganze Betty-Boop-Reihe.

Lange Ohren und Hundenase


Der Nostalgiker & Betty Boop 😉

Die erste Betty Boop war eine Mischung aus Pudel und Mensch und markierte das weibliche Pendant zu „Bimbo, the Dog“. Bereits im ersten Film gab sie das altbekannte “Boop-boop-a-doop” zum besten. Später wurde die Cartoon-Figur modifiziert und nahm erstmals rein menschliche Formen an. Betty Boop war der erste weibliche Cartoon-Charakter mit einer eigenen Sexualität. Sie feierte und tanzte gerne, und es verging keine Folge ohne sexuelle Anspielung. Betty rutschte gerne mal das Strumpfband herunter oder der kurze Rock rutschte hoch.

Woher Max Fleischer damals die Inspiration für diese Figur hernahm ist nicht eindeutig belegbar. Als Vorbild galt möglicherweise die bekannte Broadway-Sängerin Helen Kane. Ein mögliches weiteres Vorbild könnte aber auch die Stummfilmschauspielerin Clara Bow sein. Andere Legenden behaupten wiederum, dass Betty Boop durch eine schwarzen Frau inspiriert wurde. Esther Jones, Künstlername Baby Esther, war eine afroamerikanische Sängerin und trat regelmäßig in einem Klub in Harlem auf. Jones hatte einen eigenen Stil zu singen und sich zu kleiden, den Betty Boop  übernommen haben soll.

Ein schnelles Ende


Die Cartoon-Reihe hatte jedoch nicht lange Bestand. Schon 1934 zwang ein “Production Code” Betty dazu, ein längeres Kleid zu tragen und nicht mehr so sexy zu agieren. Sie wurde zur braven Hausfrau mit Hund und Freund Freddy. Schon bald verloren die Zuseher das Interesse an der biederen und braven Betty Boop. Der letzte Betty Boop Cartoon wurde 1939 produziert.

Betty Boop’s Ker-Choo, 1932

Völlig unbekannt ist auch die Stimme hinter Betty Boop, die ihr übrigens von Mae Questel geliehen wurde. Mae Questel war eine amerikanische Schauspielerin und Synchronsprecherin. Sie sprach unter anderem auch die Rolle der Olive Oyl in über 450 Episoden Popeye.

Quellennachweise: thecut.com; bettyboop.com; 

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