Morgen, den 29. November 2019, findet bekanntlich der “Black Friday” statt. Im Handel herrscht seit Jahren an diesem Tag Ausnahmezustand. Menschenscharen wälzen sich durch Einkaufszentren, die Geschäfte sind vollgestopft mit kaufwilligen Menschen und die Kassen klingeln am laufenden Band. Aber woher kommt dieser Rummel und wieso nennt man diesen Freitag den “Black Friday” [Schwarzer Freitag]?

Herkunft unklar


Die Herkunft des Namens ist etwas umstritten und kann nicht klar definiert werden. Ausgangspunkt der ersten These ist der Börsencrash an der New Yorker Börse im Jahre 1929. Dieser fand am 24. Oktober, einem Donnerstag, statt und ging damit als “Black Thursday” in die Geschichte ein. Durch die Zeitverschiebung wurde dieser Tag in Europa unter dem Namen “Black Friday” bekannt. Der “schwarze Freitag” wird jedoch immer am Freitag nach Thanksgiving gefeiert, und das ist im November. Durch die Verschiebung um ein ganzes Monat klingt diese Theorie daher nicht besonders glaubhaft. 

Eine weitere Theorie besagt, dass Händler an diesem Freitag nach Thanksgiving einen der umsatzstärksten Tage im Jahr haben und damit ihre Unternehmen aus den roten Zahlen manövrieren könnten. Klingt glaubhafter, ist und bleibt aber dennoch eine Vermutung.

Die erstmals bekannte und belegte Verwendung des Ausdruckes “Black Friday” führt uns nach Philiadelphia in das Jahr 1966. Bonnie Taylor-Blake von der American Dialect Society  hat diese Herkunft recherchiert und belegt:

JANUARY 1966 — ‘Black Friday’ is the name which the Philadelphia Police Department has given to the Friday following Thanksgiving Day. It is not a term of endearment to them. ‘Black Friday’ officially opens the Christmas shopping season in center city, and it usually brings massive traffic jams and over-crowded sidewalks as the downtown stores are mobbed from opening to closing.

Black Friday in Europa


Während diese ursprüngliche Einkaufsveranstaltung an nur einem Tag geplant war, machen europäische Händler mittlerweile eine mehrtägige Veranstaltung daraus. Auch werden immer mehr Rabatte online angeboten und nicht wie in den USA üblich nur in den Geschäftslokalen. Europa nutzt diesen aus Amerika importieren Brauch nur noch zu rein kommerziellen Zwecken. Hierzu hagelt es seit Jahren scharfe Kritik von vielen Fronten. Auch der Konsumentenschutz schaltet sich jährlich ein, da angepriesene Aktionen oftmals gar keine echten Aktionen sind. Der vermeintlich günstige Preis ist nämlich oft derselbe wie der reguläre Preis, da dies aber nicht angeschrieben wird, (obwohl gesetzlich verpflichtend) weiss dies der Konsument meist nicht und tappt in die Falle. Geben Sie also Acht!

Rubriken:Gesellschaft

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