Österreich hat außerordentlich viele Kunstschätze, die weltweit bekannt und bei Touristen sehr beliebt sind. In vielen Städten sowie in der Provinz befinden sich jedoch auch unzählige schaurig-schöne Sehenswürdigkeiten. Die Rede ist von alten vergessenen Orten, die seit Jahrzehnten wohl schon leerstehen und dem Verfall preisgegeben sind.

Sogenannte “Urbexer” haben es sich zur Aufgabe gemacht, solche Plätze zu finden, zu besuchen und zu dokumentieren. Der Begriff “Urbexer” leitet sich von “Urban Exploration” ab und bedeutet übersetzt urbane Erforschung [urban – städtisch, Stadt][Exploration – Erforschung, Prüfung]. Dieses beliebte Hobby ist jedoch nicht ganz ungefährlich, denn der Zutritt zu diesen verfallenen Gebäuden ist meist verboten, und die oftmals baufällige Substanz birgt zusätzliche Gefahren.

Die städtische Erforschung



In den Privatarchiven unserer Redaktion befinden sich viele solche Fotografien aus vergangenen Tagen. Selbst zählte ich mich einst zu diesen Personen, die solche Objekte ausfindig machten und dann erkundeten. Gemeinsam mit Ihnen möchten wir nun eine kleine gedankliche Reise in die Vergangenheit unternehmen.  Lehnen Sie sich bequem in Ihrem Stuhl zurück und genießen Sie das nachfolgende Bildmaterial mit kurzen Kommentaren des Fotografen.

Lassen Sie Ihrer Phantasie ruhig freien Lauf …

Blick in eine ehemalige Lagerhalle einer Munitionsfabrik aus dem zweiten Weltkrieg, vermutlich eine Zweigstelle der Gustloff-Werke in Niederösterreich. Vermutlich haben hier unzählige Gefangene aus den umliegenden Konzentrationslagern Zwangsarbeit verrichtet.
Das nächste Bild zeigt ein Bürogebäude eines ehemaligen Ziegelwerkes im Weinviertel. Sekretärinnen haben hier wohl eifrig auf ihren Schreibmaschinen Ausfolgescheine erstellt und mittels Fernsprechanlage Bestellungen entgegen genommen.
Zeigt eine Arbeitshalle desselben Ziegelwerkes. Man kann den Lärm fast hören, wenn man sich das geschäftige Treiben in diesen Hallen vorstellt.
Außenansicht mit Fässern, die vermutlich zur Wartung und Versorgung der dortigen Maschinen dienten.
Hier richten wir den Blick in einen Versorgungsgang eines ehemaligen Großgastronomiebetriebes in der Steiermark. Wohl wurden hier Wagen mit Lebensmitteln transportiert, Lieferungen verteilt und auch das eine oder andere Gespräch geführt.
Bild sechs führt uns in einen Wohnraum eines alten Pumpenhauses, vermutlich aus der Kaiserzeit, in dem die Arbeiter gewohnt haben müssen.
In dieser Damentoilette einer ehemaligen Pferderennbahn in Wien haben sich wahrscheinlich schon einige Hofdamen frisch gemacht.
Während die Damen anderweitig beschäftigt waren, konnten die Männer hier ihre Pferdewetten abgeben.
Ein Dachboden eines ehemaligen Getreidespeicher aus dem Jahre 1944. Dieser atemberaubende Blick sagt wohl mehr als tausend Worte.

Quellennachweise: duden.de
Fotografien: Privatarchiv Andreas Schmutz
Rubriken:Gesellschaft

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.