Jeder kennt sie, diese blousonartigen, legeren Jacken, die vom Schnitt an die ersten Motorradjacken in den Zwanzigerjahren erinnern: die College-Jacke, auch „Letter jacket“ oder „Letterman jacket“ genannt. Doch wo haben diese Jacken ihren Ursprung?

Den Anfang machte etwa 1865 die Harvard University. Sie stattete schon damals die besten Baseballspieler der Mannschaft mit dem Buchstaben “H” auf dem Trikot aus. Diese Auszeichnung erhielten wie erwähnt nur die allerbesten Spieler, doch sobald die Leistung nachließ, wurde einem dieses Trikot wieder entzogen. Es war also eine besondere Ehre, ein solches Trikot tragen zu dürfen.

Erfolgreicher Export aus den USA

Immer mehr Schulen sahen sich dies von Harvard ab, und statteten ihre Spieler ebenso mit den Anfangsbuchstaben der Universität aus. Ab 1930 wurden die Buchstaben dann auf die ersten College-Jacken, die aus Wolle gefertigt waren und über Lederärmel verfügten, gestickt.

Die Jacken wurden im Laufe der Zeit immer beliebter und so zum modischen Accessoire. Designer entdeckten das Potenzial und produzierten diese Blousons für die Allgemeinheit. In den 1980er-Jahren erlebte die College-Jacke ein Comeback und ist bis heute nicht aus den heimischen Kleiderschränken wegzudenken. Wer allerdings eine wirklich echte College-Jacke besitzen möchte, der muss auch auf ein College gehen.

Quellennachweis: zeit.de, theidleman.com, The Rumble Telegraph, 
Issue #2, Summer 2016, Seite 13;
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