Franz Sacher

Eine fürstliche Nachspeise

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Seit über 180 Jahren ist die Original Sachertorte weltweit wohl eine der berühmtesten Torten, die es gibt. Franz Sacher (* 19. Dezember 1816 – † 11. März 1907) war es, der 1832 als Lehrling in der Hofküche von Clemens Wenceslaus Nepomuk Lothar von Metternich-Winneburg zu Beilstein diese einzigartige Schokoladentorte kreierte. Erzählungen nach war der damalige Küchenchef krankheitshalber verhindert, als jener Tage der Hausherr eine ganz besondere Nachspeise zum Dinner wünschte. Der damals sechzehnjährige Franz Sacher hatte schon bald eine Idee und ging eifrig ans Werk. Eine Torte mit viel Schokolade und Marillenmarmelade sollte es werden.

Dass er mir aber keine Schand’ macht heut’ Abend!

„Dass er mir aber keine Schand’ macht heut’ Abend!“, soll Fürst Metternich noch belustigt gesagt haben. Herr Sacher konnte die ihm gestellt Aufgabe mit Bravour meistern, und Fürst Metternich und all seine Gäste konnten die allererste Sachertorte der Welt genießen. Köstlich soll sie geschmeckt haben.

Den Durchbruch erlebte die Sachertorte aber erst im Jahre 1848. Franz Sacher eröffnete damals einen Feinkostladen mit Weinhandlung und verkaufte dort seine “Schokoladentorte des Franz Sacher”. Schon bald erwies sich diese als Verkaufsschlager und wurde bald darauf fixer Bestandteil der österreichischen Dessertküche. Das Original erhält man bis heute nur im Hause Sacher.

Die Original Sachertorte, die man im übrigen an den zwei Schichten Marmelade (innen und Außen) und feinster Kuvertüre aus dreierlei Schokolade erkennt, ist bis heute auf der ganzen Welt beliebt. Liebhaber dieser fürstlichen Nachspeise feiern alljährlich am 5. Dezember den “National Sacher Torte Day”.

Quellenachweis: Sacher Magazin 2018/2019, Seite 32, 34, 38;
biographien.ac.at;

Andrew Grimes wurde in den siebziger Jahren in der Bundeshauptstadt Wien geboren. Schon in seiner Jugendzeit lauschte er gerne alten Musikstücken, interessierte sich für geschichtliche Ereignisse und erfreute sich am historischen automobilen Rennsport. Etwa 2015 begann sich seine Leidenschaft auch auf seine Lebensweise auszuwirken. Langsam änderten sich Interessen sowie Kleidungsstil, auch besuchte Andrew Grimes immer häufiger einschlägige Veranstaltungen der sogenannten Vintage-Szene.

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