Pin up

Pin-ups

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Ein “Pin-up” ist ein Bild, das an die Wand geheftet wird. Tja, meine Herren, das war wohl jetzt nicht das Erwartete. Ich kann Sie beruhigen, es ist schon die Rede von genau dem, auf das Sie sich schon gefreut haben – hübsche Mädchen!

Üblicherweise sind auf sogenannten Pin-ups Frauen in erotischen Posen abgebildet. Den Ursprung haben diese Illustrationen ungefähr um 1900. Schon damals wurden solche Grafiken in hoher Auflage erschaffen und in diversen Zeitungen, Magazinen und auch auf Ansichtskarten abgebildet.

Wirtschaftsfaktor Krieg


Betty Grable 1943; Photo: Frank Powolny

So richtig populär wurden Pin-ups aber erst mit dem ersten Weltkrieg. Pin-ups eigneten sich nämlich hervorragend als massenwirksames Medium für die Kriegspropaganda. Die eindeutig mit erotischen Inhalten versehenen Bilder wurden von unzähligen Soldaten bei sich getragen oder dienten ebenfalls der Dekoration der Lager. Wohl eines der berühmtesten Photos stammte von Fotograf Frank Powolny. Er photographierte im Jahr 1943 die Schauspielerin Betty Grable als Pin-up-Girl im Badeanzug von hinten, wobei sie den Betrachter schelmisch über die Schulter anlächelte. Dieses Photo war wohl das beliebteste Pin-up amerikanischer Soldaten im zweiten Weltkrieg.

Auch die sogenannte “Nose Art” war später eine beliebte Art der Verbreitung. Dabei wurden meist Comics und auch Pin-ups auf die “Nase” von Kampfflugzeugen gemalt. Oft wurden die Maschinen dann auch nach den Pin-up-Girls benannt oder die Motive so gestaltet, dass sie den fiktiven Charakter der Maschine verkörperten. Umgangssprachlich wurden diese schönen Mädchen auch “Bombshell” genannt. Der Terminus “Bombshell” ist nichts anderes als der Vorreiter des Begriffes “Sexsymbol”.

Sex sells


Später erkannten auch immer mehr Filmstudios und Verlage die Wirksamkeit solch hübscher Mädchen und begannen, dies für sich zu nutzen. Filmstudios starteten kostspielige Werbekampagnen, um den Bekanntheitsgrad ihrer Hollywood-Stars und Sternchen zu steigern. Neben Betty Grable war wohl Marilyn Monroe ein sehr berühmtes Pin-up-Modell. Das wohl bekannteste Pin-up-Girl der 1950er-Jahre ist unbestritten Betty Page. 

Zu den Pin-ups der heutigen Zeit kann man durchaus Dita von Teese zählen, obwohl die US-amerikanische Tänzerin als wichtigste zeitgenössische Vertreterin des New Burlesque gilt. Sie hat dennoch unzählige Male als Pin-up posiert und findet sich vermutlich in so manchem Spind. 

Pin-ups weiterhin im Trend


Doch auch heute noch, oder wieder, sind Pin-ups sehr beliebt. Teilweise modern in Szene gesetzt oder eben auch sehr klassisch abgelichtet, finden sie sich auf Titelseiten diverser Magazine, Postkarten oder Postern. In der einschlägigen Vintage-Szene finden zudem auch bei Veranstaltungen sogenannte Pin-up-Contests oder Miss-Wahlen statt. Seit 2017 veranstaltet beispielsweise das Magazin “Der Vintage Flaneur” einmal jährlich die Wahl zur “Miss Vintage Flaneur”. Hübsche Mädchen lassen sich in Pin-up-Posen ablichten und senden ihr Photo ein, um dann in insgesamt drei Runden um den Titel zu kämpfen.  Das große Finale fand heuer beim “Firebirds Festival” in Trebsen statt. Auch beim “Rollin Dudes Festival” in Österreich wird es heuer einen Pin-up-Contest geben. Das Finale können Sie sich vom 12. bis zum 13. Juli 2019 am Festgelände in Leutschach ansehen. Auch beim “Rock’n’Roll Kurpark”  im burgenländischen Bad Sauerbrunn wird am 27.07.2019 die “Miss Petticoat 2019” gekürt. 

Quellennachweise: etymonline.com/; dita.net; bettiepage.com;
rocknrollkurpark.com; rollindudes.com; vintage-flaneur.de/

Andrew Grimes wurde in den siebziger Jahren in der Bundeshauptstadt Wien geboren. Schon in seiner Jugendzeit lauschte er gerne alten Musikstücken, interessierte sich für geschichtliche Ereignisse und erfreute sich am historischen automobilen Rennsport. Etwa 2015 begann sich seine Leidenschaft auch auf seine Lebensweise auszuwirken. Langsam änderten sich Interessen sowie Kleidungsstil, auch besuchte Andrew Grimes immer häufiger einschlägige Veranstaltungen der sogenannten Vintage-Szene.

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