Schimode 1950

Schimode der 50er-Jahre

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2 Min. Lesezeit

Bis in die 1950er-Jahre wurde der alpine Schisport mit nur wenige Ausnahmen von Profisportlern ausgeübt. Erst im Laufe dieses Jahrzehnts entwickelt sich der Schisport zum erschwinglichen Breitensport für jung und alt. Entsprechend musste auch die Mode angepasst werden, denn bis zu diesem Zeitpunkt trug man seit den dreißiger Jahren Bekleidung aus Wolle. Sehr etabliert hat sich bis dahin die Kniebundhose oder Knickerbocker, die gemeinsam mit Kniestrümpfen getragen wurde.

Das Modeunternehmen Bogner war bei der Entwicklung der Sportmode maßgebend. So statteten Willy Bogner senior und seine Frau Maria das deutsche Olympia-Winterteam im Jahre 1936 mit Sportmode aus. Neben der Schimode entstanden in Bogners Unternehmen auch Wandermode, Blusen und Dirndl. Während der Kriegsjahre nähte die Firma Bogner dann Wickelschürzen für die Trümmerfrauen. Erst nach dem Krieg präsentierte Maria Bogner bei einer Modenschau die ersten Keilhosen aus Stretchmaterial. Maria Callas, Marilyn Monroe, Liz Taylor, Ingrid Bergmann oder Caterina Valente, sie alle liebten diese Hosen, die als „Bogners“ in den fünfziger Jahren sogar Eingang in die Wörterbücher der USA fanden.

Die Erfindung der Keilhose

Als Erfinder der Keilhosen gilt jedoch Sepp Reinalter aus Terfens in Tirol. Er war sozusagen der Haus- und Hofschneider des österreichischen Schiteams und entwarf diese Art einer Steghose für die Frau eines Kriegskameraden. Schon bald verkaufte der Tiroler immer mehr dieser Hosen in seinem kleinen Geschäft in Vomp. Die “Reinalter-Hosen” waren geboren, und auch immer mehr Sportler ließen sich eine solche Keilhose schneidern. Darunter unter anderem Toni Sailer, Karl Schranz und Ernst Hinterseer.

Auch ein anderes Unternehmen mischte Ende der fünfziger Jahre in der Schimode mit. Die Rede ist von Hubert Schöffel, Gründer der Firma Schöffel. Auch er begann Anfang der sechziger Jahre Keilhosen aus dickem Strechtmaterial zu produzieren – die heute noch bekannte Jet-Hose.

Zusammengefasst brachten die fünfziger Jahre eine revolutionäre Veränderung in der Schimode mit sich. Von Strickwaren aus Wolle stieg man auf funktionelle Materialien um, von flatternden Gewändern auf enger anliegende Steghosen und Anoraks.  

Quellenangaben: blog.schoeffel.de, goldhouse.at, karwendel-urlaub.de,
sportjahr.at (Ausgabe August 2005);

Andrew Grimes wurde in den siebziger Jahren in der Bundeshauptstadt Wien geboren. Schon in seiner Jugendzeit lauschte er gerne alten Musikstücken, interessierte sich für geschichtliche Ereignisse und erfreute sich am historischen automobilen Rennsport. Etwa 2015 begann sich seine Leidenschaft auch auf seine Lebensweise auszuwirken. Langsam änderten sich Interessen sowie Kleidungsstil, auch besuchte Andrew Grimes immer häufiger einschlägige Veranstaltungen der sogenannten Vintage-Szene.

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