Bald ist es wieder soweit, der Opernball 2019 geht über die Bühne. Etwa 5500 Besucher feiern jährlich diesen Traditionsball in der Wiener Staatsoper, und viele Millionen Zuschauer verfolgen das Großereignis vor den Bildschirmen. Aber die Geschichte des Opernballs war durchwegs keine einfache, und auch seine Beliebtheit geriet phasenweise ins Schwanken.

So fand der erste Ball im damals neuen Opernhaus im Jahre 1877 statt. Der Kaiser gab nach unzähligen Versuchen endlich seine Zustimmung zu einer Soirée. Seinerzeit waren übrigens neben eleganter Ballbekleidung auch Masken vorgeschrieben. Es glich also eher einem Maskenball als einer Ballveranstaltung im heutigen Sinne. Diese Soiréen, oder auch Redouten, fanden jedoch nur bis etwa zum Jahr 1899 statt.

Erst nach dem Untergang der Monarchie 1918 wurde die erste Opernredoute der jungen Republik Österreich abgehalten. Im Jänner des Jahres 1935 fand dann der erste, auch so benannte “Wiener Opernball” statt. Nur wenige Jahre später, nachdem Deutschland zu Beginn des zweiten Weltkrieges Österreich besetzte, fand im Jahre 1939 der letzte Opernball statt. Das Opernhaus wurde im darauffolgenden Krieg schwer zerstört.

Nach den Hungerjahren im schwer zerbombten Wien wurde im November 1955 die Wiedereröffnung des Opernhauses festlich gefeiert. Schon im darauffolgenden Jahr, exakt am 9. Februar 1956, fand zum ersten Mal in der zweiten Republik der Wiener Opernball statt. Fortan war der Wiener Opernball ein Höhepunkt im Wiener Ballkalender und erfreute sich zunehmend weltweiter Beliebtheit.

Bis zum heutigen Tage haben bereits über sechzig Opernbälle stattgefunden und schon bald heißt es wieder – “Alles Walzer!”.

Quellennachweis: https://debuetanten.at, https://www.wiener-staatsoper.at
Rubriken:Gesellschaft

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