Spielzeugmuseum

Keszthely – Ein nostalgischer Ort

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Keszthely liegt am Nordwestufer des Plattensees (Balaton) und ist mit seinen 23.000 Einwohnern die zweitgrößte Siedlung am Balaton. Die Geschichte dieses Ortes ist ein lange. Schon die Römer haben sich aufgrund der guten Lage hier angesiedelt. Im 18. Jahrhundert übernahm das kroatische Adelsgeschlecht “Festetics” die Herrschaft. Das ehemalige Schloss von Kristóf Festetics gilt bis heute als eines der prachtvollsten Schlösser Ungarns.

Nostalgie wohin man schaut


Dieser wundervolle Ort bietet viele kleinere und größere nostalgische Höhepunkte. Wie oben angesprochen, den beeindruckenden und prachtvollen Festetics Palast (Festetics kastély) samt seiner Wagenburg (Hintókiállítás) und seinen weitläufigen Gartenanlagen. Zudem gibt es ein kleines Palmenhaus (Pálmaház és madárpark) und einen Vogelpark zu besichtigen.

Für technikverliebte Besucher gibt es im Dachraum des Jagdmuseums eine der größten Modelleisenbahnausstellungen Europas. Die Länge des Schienennetzes beträgt unglaubliche 2,7 Kilometer. Im Ort selbst gibt es außerdem noch ein kleines Cadillac-Museum (Cadillacmuzeum), in dem dreizehn der schönsten Cadillacs ausgestellt sind. Zu einer musikalische Zeitreise lädt das Museum für Musikautomaten und Phonographen (Surber Zeneautomata és Fonográf Múzeuma) ein.

Puppen, Spielzeug und Allerlei


Spielzeugmuseum
Spielzeugmuseum

Keszthely bietet jedoch noch viel mehr, es ist eine kleine geheime Perle der Nostalgie. Das Puppenmuseum (Babamúzeum) ist in einem uralten Getreidespeicher untergebracht. Die alten Holzbalken, die teilweise bis zu 14 Meter lang sind, ächzen und krachen beim Betreten der Stockwerke. Im Spielzeugmuseum (Játékmúzeum), das unzählige Schätze beherbergt (Teddybärsammlung von Steiff, Tretautosammlung, und vieles mehr), werden Kindheitserinnerungen geweckt. Im Nostalgiemuseum (Nosztalgia múzeum) findet sich allerhand Altes und auch besonders Kitschiges. Wem jetzt noch nicht die Beine schmerzen, kann nun auch noch das historische Panoptikum (Történelmi Panoptikum), eine Art Wachsfigurenmuseum mit allerhand prominenten Personen aus der Kaiserzeit, besuchen oder einen Abstecher in das sehr kleine Foltermuseum (Horrorárium és Kínzó múzeum) oder in das Erotikpanoptikum (Erotikus Panoptikum) machen.

Die meisten Museen befinden sich in der kleinen idyllischen Altstadt von Keszthely und sind gut zu Fuß erreichbar. Die Altstadt bietet einige weitere Sehenswürdigkeiten und wunderschöne alte Häuser mit verzierten Fassaden. Zwischen liebevoll eingerichteten Lokalen und Geschäften kann man genüßlich flanieren und dabei entschleunigen.

Kurzurlaub am Balaton


Wer am Plattensee einige schöne Tage verbringen möchte, dem möchten wir die kleine Pension Lorelei in Gyenesdiás ans Herz legen: eine gemütliche, familiäre Pension mit Parkplatz, Schwimmbecken, Tischtennis und sehr schönem Garten. Zu den beiden Sandstränden (Lidostrand) in Gyenesdiás sind es nur wenige Minuten zu Fuß oder mit dem Fahrrad. Im Übrigen findet im Diás-Strandbad von Gyenesdiás zweimal jährlich ein kleines Rockabilly-Fest statt, dies wäre eventuell als weitere Gelegenheit in die Urlaubsplanung miteinzubeziehen.

Quellennachweise: gyenesdias.info.hu; 

Andrew Grimes wurde in den siebziger Jahren in der Bundeshauptstadt Wien geboren. Schon in seiner Jugendzeit lauschte er gerne alten Musikstücken, interessierte sich für geschichtliche Ereignisse und erfreute sich am historischen automobilen Rennsport. Etwa 2015 begann sich seine Leidenschaft auch auf seine Lebensweise auszuwirken. Langsam änderten sich Interessen sowie Kleidungsstil, auch besuchte Andrew Grimes immer häufiger einschlägige Veranstaltungen der sogenannten Vintage-Szene.

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