Männerpflegeprodukte

Gewaschen, geschneuzt und gekampelt

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6 Min. Lesezeit

Die Rasur oder Bartpflege ist für einen Mann unerlässlich. Wenn es auch in der Natur des Mannes liegt, nicht viel für Kosmetik übrig zu haben, ein wenig Gesichts- und Körperpflege muss wohl dennoch sein. Doch betrachtet man die Geschichte, so haben sich schon im alten Ägypten die Männer gleichermaßen geschminkt wie die Frauen. Und auch die Griechen und Römer waren der Männerkosmetik nicht abgeneigt. Aber gerade in den 1950er-Jahren, während des wirtschaftlichen Aufschwunges, wurde es auch für den Mann gesellschaftlich immer wichtiger, auf sein gepflegtes Äußeres zu achten. Damals musste alles schön sein, auch der Mann – mit Ausnahme einiger Rowdys und Halbstarken. 

Altbewährtes funktioniert meistens am besten

Die heutige Kosmetikindustrie produziert immer neuartige Wundermittel und versucht diese krampfhaft zu vermarkten. “Ewige Jugend” und “elfengleiches Haar” versprechen so manche Werbeslogans. Aber gehen wir einmal in die kosmetische Vergangenheit des starken Geschlechts zurück. Da stößt man auf Namen wie “Borotalco”, “Simpson”, “Personna”, “Alt Innsbruck” oder “Clubman Pinaud”. Borotalco wird wohl noch das geläufigste sein, den Rest kennen Sie nicht? Jammerschade! 

Alt Innsbruck – After Shave; Foto: 66-60.com

Borotalco” wurde 1878 in einer kleinen Apotheke in Florenz von Henry Roberts entwickelt. Es handelt sich um ein besonders hautfreundliches Pflegepuder. “Simpson” hingegen ist die Rasierpinsel-Marke schlechthin. Sie wurde 1919 von Alexander Simpson in London ins Leben gerufen und steht bis heute für Qualität. Die seit 1942 bewährten “Israeli-Klingen” aus rostfreiem Schwedenstahl der Marke “Personna” sollte man auch kennen. Aus Österreich entstammt  ein in Kennerkreisen sehr geschätzter Geheimtipp, nämlich “Alt Innsbruck”, ein 1953 in Hall in Tirol entwickeltes und bis heute sehr beliebtes Aftershave mit zartem Tabakduft und einem Hauch von Menthol. “Clubman Pinaud” ist sogar ein Geheimtipp in Hollywood. Es wurde von Edouard Pinaud entwickelt, der schon 1810 eine kleine Parfümerie in Paris eröffnete. “Clubman Pinaud”, so sagt man, wurde schon von Berühmtheiten wie Bob Hope oder Kirk Douglas verwendet.

Spezialist für Rasur und Männerpflege in Österreich

Als eines der ersten Onlineshops für Rasur- und Männerpflegeprodukte gilt “Tonsus”. Der Name leitet sich im Übrigen aus dem lateinischen Wort “tondēre“ ab, was soviel wie rasieren bedeutet. Christian Weishäupl gründete diesen Shop im Jahre 2004 im oberösterreichischen Wartberg an der Krems. Hauptaugenmerk wird hier auf die Rasur gelegt, aber auch sämtliche andere Männerpflegeprodukte sind in diesem gut sortierten Shop erhältlich. Klassische Rasiermesser, Rasierhobel, Rasierklingen, Rasierpinsel, Schaum, Pomade und eben alles was “Mann” so braucht.

Die Redaktion hat getestet

Freilich unangekündigt haben wir bestellt, es handelt sich hierbei also um einen redaktionellen Artikel, und wir wurden sofort positiv überrascht. Die Bearbeitung und Lieferung ging wirklich flott. In anderen Worten: “Amazon Prime” ist lahm dagegen. Getestet haben wir eine Rasierseife von “Clubman Pinaud”, dazu passend einen Sicherheits-Rasierhobel der Marke “FATIP” und Rasierklingen von “Personna” – ehemals auch bekannt als “Die roten Personna”. 

Clubman Pinaud Shave Soap; Foto: tonsus.at

Die Rasierseife lässt sich leicht anrühren, und der Schaum ist geschmeidig und wohlduftend. Man möcht ihn fast essen, so g’schmackig sieht er aus. Dies sollte man allerdings tunlichst unterlassen. Beim Auftragen schmeichelt er der Haut und die wirklich scharfe Klinge gleitet sanft durch den Schaum. Das Resultat war eine glatte und saubere Rasur. Obwohl, ein wenig Übung benötigt man mit einem Rasierhobel schon, jedoch ist dies immer noch einfacher als mit dem klassischen Rasiermesser. Bei den ersten Rasuren dieser Art kommt es unweigerlich zu Hautirritationen, denn die Haut muss sich erst an diese Art der Behandlung gewöhnen. Auch wir konnten im Halsbereich einige Rötungen feststellen, diese verschwanden aber im Laufe des Tages wieder. 

Aber auch der heute so wichtige Umweltgedanke kommt bei einer klassischen Rasur nicht zu kurz. Ein Rasierhobel oder auch Rasiermesser hält wohl ein halbes Leben lang. Die Klingen für den Hobel sind aus reinem Metall und günstiger als handelsübliche hochentwickelte Rasierklingen. All das viele Plastik und auch die Verpackungen fallen bei dieser nostalgischen Rasur einfach weg. Man schont also Ressourcen und auch den eigenen Geldbeutel.

Zusammengefasst fühlen wir uns im “elitären Club Pinaud” sehr wohl und werden vermutlich noch weitere Produkte dieser, aber auch anderer Marken, testen. Tonsus hat unsere uneingeschränkte Empfehlung.

Tonsus Logo, Grafik: tonsus.com

Quellennachweise: tonsus.com

Andrew Grimes wurde in den siebziger Jahren in der Bundeshauptstadt Wien geboren. Schon in seiner Jugendzeit lauschte er gerne alten Musikstücken, interessierte sich für geschichtliche Ereignisse und erfreute sich am historischen automobilen Rennsport. Etwa 2015 begann sich seine Leidenschaft auch auf seine Lebensweise auszuwirken. Langsam änderten sich Interessen sowie Kleidungsstil, auch besuchte Andrew Grimes immer häufiger einschlägige Veranstaltungen der sogenannten Vintage-Szene.

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