Gerade in den Fünfzigerjahren war sie ein beliebtes soziales Zusammentreffen – die Rede ist von der Cocktail-Party. Heute finden kaum noch derlei Parties statt, der Mittelpunkt sozialer Treffpunkte wurde immer mehr in Bars, Restaurants oder Kaffeehäuser gedrängt. Und so kam man von einer alten Tradition ab bis Ende der Sechzigerjahre Cocktail-Parties immer unpopulärer wurden.

Der Ursprung liegt in den 1920er-Jahren


Die Wurzeln dieser Parties findet man in den Zwanzigerjahren während der Prohibition. Da in Lokalen die Ausschank von alkoholischen Getränken zu dieser Zeit verboten war, verlagerte man das Geschehen ins heimische Wohnzimmer und frönte dort dem Genuss von Alkohol. Der illegal hergestellte Alkohol wurde in privaten Räumlichkeiten also völlig legal genossen. 

Dieser Trend hielt sich auch über die Prohibition nach 1933 hinaus. Es wurde üblich, Arbeitskollegen und Geschäftspartner zu solchen Veranstaltungen einzuladen, oftmals schloss ein formelles Abendessen direkt an die Party an. Bis Ende der 60iger-Jahre hielt diese schon zur Tradition gewordene Veranstaltung an. Cocktail-Parties lebten in den Achtzigerjahren ein weiteres Mal auf, wurden aber zu jener Zeit schon in öffentlichen Lokalen abgehalten. Auch während der “Retro-Welle” Mitte 1990 erlebten sie eine Renaissance. Heute sind sie auch als “After Work Parties” bekannt.

Party mit Niveau


Eine Cocktail-Party begann in der Regel nicht vor 17:00 Uhr und nicht nach 19:00 Uhr. Die Dauer solcher Zusammenkünfte lag meist bei zwei Stunden, also eine niveauvolle Überbrückung der Zeit zwischen Arbeitsende und Abendessen. Pünktliches Erscheinen wurde nicht erwartet, dafür aber ein pünktliches Verlassen der Party.

Angeboten wurden meist hochwertige alkoholische Getränke, aber auch antialkoholische Getränke wurden konsumiert. Für den kleinen Hunger standen kleine Appetithäppchen zur Verfügung. Die Party war dazu da, um soziale Kontakte zu knüpfen, um zu sehen und auch gesehen zu werden. Der Gastgeber konnte zudem seine Wohnung oder sein Haus zur Schau stellen, was gerade in den 50er-Jahren sehr viel Bedeutung hatte. Daher kleidete man sich zu solchen Anlässen auch meist sehr chic. Die Herren trugen natürlich Anzug, bei formelleren Cocktailparties einen schwarzen Abendanzug. Die Damen hüllten sich in ein Cocktailkleid, bei formellen Anlässen durfte es auch schon mal ein Abendkleid sein. 

Im Übrigen wurde man zu offiziellen Cocktailparties schriftlich, etwa zwei Wochen vor Stattfinden der Party, eingeladen. Weniger formelle Party-Einladungen erfolgten mündlich. 

Quellenachweise: huffpost.com

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