Weihnachtsbräuche

Weihnachtsbräuche aus aller Welt

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Alljährlich feiern wir auf der ganze Welt Weihnachten. Wir kennen jedoch oft nur unsere eigenen Bräuche und fragen uns des öfteren, wie denn die Menschen in anderen Ländern Weihnachten feiern. Welche Bräuche haben sie und wer bringt denn dort die Geschenke? 

In Österreich ist es traditionell das Christkind, welches am 24. Dezember die Geschenke unter den Christbaum legt. In der Adventzeit wird an jedem Adventwochenende eine Kerze am Adventkranz entzündet und zusätzlich öffnen Kinder täglich ein Fenster des Adventkalenders, um die Wartezeit auf das Christkind zu überbrücken. 

Weihnachten in Spanien

Ganz anders als in Österreich und auch in vielen anderen europäischen Ländern, werden die Geschenke in Spanien von den Heiligen Drei Königen am 6. Januar gebracht. Diese Tradition folgt der biblischen Erzählung, in der die Weisen aus dem Morgenland dem Christkind die Geschenke brachten. Dazu findet in Spanien am 5. Januar immer eine große Parade statt, bei welcher Caspar, Melchior und Balthasar den Kindern am Straßenrand Süßigkeiten zuwerfen. In der darauffolgenden Nacht verstecken die Heiligen Drei Könige mit ihren Helfern die Geschenke in den Häusern. 

Weihnachten in Italien

Ebenso bekommen die Kinder in Italien ihre Geschenke erst am 6. Januar. Diese bringt eine Sagengestalt – die gute Hexe Befana. Der Legende nach verirrten sich die Heiligen Drei Könige auf dem Weg nach Bethlehem und fragten bei einer alten Dame nach dem Weg. Diese gab zwar Auskunft, weigerte sich aber, die drei Weisen zu begleiten. Später bereute die alte Dame dies und machte sich auf den Weg, um den Kindern Süßigkeiten zu schenken, in der Hoffnung, eines der Kinder wäre das Christkind. Dieser Brauch hielt sich bis heute und so kann man in Italien um die Weihnachtszeit einige Hexenkostüme auf den Straßen sehen.

Weihnachten in Niederlanden

In Niederlanden erhalten die Kinder schon am Nikolaustag, also dem 6. Dezember, ihre Geschenke. Gebracht werden diese vom Heiligen Nikolaus (Sinterklaas), der schon im November mit dem Dampfschiff in Holland ankommt. Diese Ankunft wird in den Niederlanden ebenfalls groß in Szene gesetzt. Sonst ähneln die Traditionen sehr den unseren, nur gibt es eben am 24. Dezember keine Geschenke mehr.

Im hohen Norden

In den skandinavischen Ländern brachte ursprünglich der Weihnachtsbock (Julbock) die Geschenke. Diese Ziegenbockfigur hat ihre Wurzeln in der germanischen Religion. Bis heute wurden jedoch all diese Fabelwesen durch den Weihnachtsmann ersetzt.

Nur in Island sind die Bräuche zu Weihnachten noch immer sehr in die alte Sagenwelt eingebunden. Hier werden die Geschenke von 13 rauen Gesellen, den  sogenannten “Jólasveinar”, gebracht. Sie sind die Söhne von “Grýla”, die unartige Kinder frisst. Immer an ihrer Seite ist die schreckliche Katze “Jólakötturinn”, die alle Kinder frisst, die keine Kleidung zu Weihnachten bekommen haben.

Weihnachten in Lateinamerika

In den meisten lateinamerikanischen Ländern kommt traditionell das Christkind. Aber auch die amerikanischen Weihnachtstraditionen aus dem Norden nehmen immer mehr Einfluß auf Lateinamerika. So ist der Weihnachtsmann immer mehr auf dem Vormarsch.

Mexiko

In Mexiko gibt es viele wunderbare Weihnachtsbräuche. Einer davon ist Las Posadas. Las Posadas ist ein Brauch, der auf den vorkolonialen Glauben der Azteken zurückgeht. Diese feierten vom 16. Dezember bis zum 26. Dezember die Ankunft ihres Gottes “Huitzilopochtli”. Dabei ist es üblich, während der neun Tage vor Weihnachten mit Liedern und Kerzen an den Haustüren von Freunden und Bekannten um Herberge zu bitten, um dann gemeinsam feiern zu können. Auch andere Länder Mittelamerikas haben diesen schönen Brauch übernommen.

Kurioses aus Japan

Wie überall auf der Welt, so auch in Japan, geht es zu Weihnachten natürlich auch um das Essen. In Japan drängen zu Weihnachten Scharen von Menschen zur Fast-Food-Kette “KFC”. Denn sie alle wollen “Kurisumasu ni wa kentakkii”, auch bekannt als “Kentucky zu Weihnachten”. Das Weihnachtshähnchen geht auf eine Werbekampagne aus dem Jahre 1974 zurück und seitdem verzeichnet KFC in Japan Rekordumsätze an Heiligabend.

Quellennachweise: barcelo.com; morgenpost.de

Andrew Grimes

Andrew Grimes wurde in den siebziger Jahren in der Bundeshauptstadt Wien geboren. Schon in seiner Jugendzeit lauschte er gerne alten Musikstücken, interessierte sich für geschichtliche Ereignisse und erfreute sich am historischen automobilen Rennsport. Etwa 2015 begann sich seine Leidenschaft auch auf seine Lebensweise auszuwirken. Langsam änderten sich Interessen sowie Kleidungsstil, auch besuchte Andrew Grimes immer häufiger einschlägige Veranstaltungen der sogenannten Vintage-Szene.

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